Ende Februar 2018 hat der Gemeinderat der Gemeinde Alerheim den Haushaltsplan und die Haushaltssatzung für das Jahr 2018 einstimmig verabschiedet. Trotz großer Investitionen ist keine Neuverschuldung notwendig, so dass sich der Schuldenstand von 789.000 € mit den regulären Tilgungen von 59.000 € auf 730.000 € verringern wird. Damit liegt die Gemeinde trotz der Aufnahme von 630.000 € zum Kauf der Immobilie in der Fessenheimer Straße im Jahr 2016 schon wieder auf dem Schuldenniveau des Jahres 2012. Zwar wären im Jahr 2018 bei zwei Darlehen wegen der auslaufenden Zinsbindung auch Sondertilgungen (bis zu einer Höhe von 175.000 €) möglich, aber aufgrund der anstehenden Investitionen sind regulär keine Sondertilgungen eingeplant.

Nachdem die Gewerbesteuer im Jahr 2017 höher als erwartet ausgefallen ist und einige Maßnahmen nicht durchgeführt werden konnten, können für das Haushaltsjahr 2018 mehr als 700.000 € aus der Rücklage entnommen werden.

Diese werden aber auch dringend benötigt, denn mit der Erschließung des zweiten Bauabschnitts im Baugebiet „westlich der Schule“ in Alerheim und dem Beginn der Umbauarbeiten des Geländes in der Fessenheimer Straße 8 zu einem Feuerwehrgerätehaus und einer modernen Gemeindeverwaltung sind zwei große Maßnahmen zu schultern. Die Arbeiten zur Erschließung des Baugebiets haben bereits im Februar begonnen und werden insgesamt fast 800.000 € erfordern. In diesem Betrag sind die Kosten für die Kanalisation, den Straßenbau, die Straßenbeleuchtung, aber auch den Umbau der Photovoltaikanlage auf einer Maschinenhalle und der Abbruch der Halle eingerechnet.

Bei den Umbauarbeiten sollen die Ausschreibungsunterlagen im Frühjahr an die Firmen verschickt werden. Um trotz der vermutlich vollen Auftragsbücher Angebote zu erhalten, hat sich der Gemeinderat darauf verständigt, dass man den Firmen bei der Ausführung der Arbeiten genügend Zeit einräumen möchte. In diesem Haushaltsjahr sind insgesamt aber dennoch bereits 650.000 € und damit zwei Drittel der geschätzten Bausumme eingeplant.

Noch teilweise zu finanzieren sind die bereits ganz oder zum größten Teil abgeschlossenen Maßnahmen für die Ortsdurchfahrt in Bühl und die Umgestaltung des Areals an der Schwalbmühle. Daneben sind auch noch Beträge für punktuelle Kanalsanierungen und Gehwegsanierungen, sowie kleinere Investitionen im Vermögenshaushalt vorgesehen.

Im Verwaltungshaushalt wurden alle Ansätze kritisch überprüft und teilweise den Anforderungen angepasst. Die wichtigste Einnahme der Gemeinde Alerheim ist mit geplanten 910.000 € die Beteiligung an der Einkommenssteuer, die Gewerbesteuer ist mit 450.000 € etwas höher angesetzt als im Vorjahr, während die Einnahmen bei der Grundsteuer mit etwas mehr als 200.000 € (davon 60.000 € Grundsteuer A) in gleicher Höhe wie in den letzten Jahren fließen werden. Aufgrund des finanziell schwächeren Jahres 2016 fällt der Betrag bei den Schlüsselzuweisungen zwar mit 415.000 € vergleichsweise hoch aus, aber trotzdem steigt (auch bei geringfügig sinkendem Hebesatz) die an den Landkreis Donau-Ries abzuführende Kreisumlage auf mehr als 700.000 € an.

 

Das sogenannte Kreisumlagensenkungskonzept des Landkreises entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als „Kreiseinnahmenstärkungskonzept“ und entlastet die 44 Städte und Gemeinden trotz gegenteiliger Beteuerungen aus dem Landratsamt in keinster Weise. Die VG Umlage schlägt bei den Ausgaben im Verwaltungshaushalt mit 150.000 € zu Buche und die Umlagen an die beiden Schulverbände Alerheim und Deiningen mit insgesamt 160.000 €. Die Personalkosten der Gemeinde liegen bei 280.000 € und die Aufwendungen für die Kindertagesstätte liegen bei 385.000 € (davon sind ca. 230.000 € über staatliche Zuschüsse gedeckt).

Zur Refinanzierung der Ausgaben sind neben der Zuführung aus dem Verwaltungshaushalt auch Zuschüsse für den Bau eines Feuerwehrgerätehauses, für die Umgestaltung der Schwalbmühle und für den Erwerb einer Schlauchpflegeanlage eingeplant. Außerdem rechnet die Gemeinde 2018 mit dem Verkauf von einigen Bauplätzen.

Zusammenfassend kann man von einem sehr soliden Haushalt sprechen, denn noch vor einem Jahr war nicht davon auszugehen, dass man auch 2018 ohne Neuverschuldung auskommen kann. Trotzdem sind die Spielräume der Gemeinde durch die großen Maßnahmen natürlich eingeschränkt und auch für das Jahr 2019 ist mit der Erneuerung der Ortsdurchfahrt im Ortsteil Wörnitzostheim eine wichtige Investitionsmaßnahme bereits in der Planung.

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