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Geschichte

Alerheim | Bühl | Rudelstetten | Wennenmühle | Geschichte

 

Die Entstehung und Entwicklung des Ortes

Nach dem derzeitigen Forschungsstand finden sich erste Siedlungsspuren aus der Bronzezeit auf dem Wennenberg und im Rudelstettener Wald. Auch aus der Eisenzeit gibt es Siedlungsspuren in der Alerheimer Flur, so auf dem Schlossberg und auf dem Wennenberg.

Aus der Römerzeit stammen Alerheimer Bodenfunde: Münzen aus der Zeit der Kaiser Nerva und Trajan, Scherben von Tongefäßen (Samische Gefäße). Die Alemannen hatten die römische Provinz Raetia erobert und waren wohl die ersten Siedler in der Gegend bis dann das Ries schließlich von den Franken besetzt wurde. Die fränkischen Herren waren nun die Grundbesitzer und beschenkten — freiwillig oder auch mehr oder weniger gezwungen — die Klöster Fulda und Lorsch. In Alerheim befand sich ein solch alemannisch-fränkisches Adelsgut, das die Eigentümer im 8. Jahrhundert an das Kloster Fulda schenkten. In diesem Zusammenhang finden sich die ersten bislang bekannten schriftlichen Belege über Alerheim in den Schenkungs-Urkunden des Klosters Fulda.

Bis Mitte des 12. Jahrhunderts ist die Rede von Kloster Fuldischem bzw. Kloster Solnhofenschem Lehensgut, das heißt, dass ein Teil des Fuldaer Besitzes später an das Kloster Solnhofen übergegangen war. Die Herrschaft selbst wurde möglicherweise im 12. Jahrhundert von den Herren von Alerheim ausgeübt, die wohl den Grafentitel geführt haben und die aber frühzeitig wieder verschwinden. Eine Grafschaft Alerheim aber gab es nie, der Ort lag im Gebiet der Grafen des Ries-Gaues zu Oettingen.

Die Verwaltungsstelle für das mittlere Ries, das Amt, war in der Burg eingerichtet, ab 1614 wurde es in den Ort selbst, nämlich in das neuerbaute "Amts- und Pfleghaus" verlegt. Schließlich erhielt Alerheim den Status eines Oberamtes. Im Jahre 1731 ging nach dem Tod des Grafen Albrecht Ernst II. der größte Teil der Ländereien der Linie Oettingen-Oettingen an die Linie Oettingen-Wallerstein und damit auch das Oberamt Alerheim.

Die weitere Entwicklung führte dazu, dass es einen Ortsvorsteher und so genannte Beigeordnete gab — Vorläufer des heutigen Bürgermeisters und der Gemeinderäte. Die selbstständige Gemeinde Alerheim bestand zunächst aus dem Ort Alerheim mit dem Weiler Schloss Alerheim und der Einöde Wennenmühle.

Die Schlacht bei Alerheim (Link: Wikipedia)
Das schrecklichste Kapitel in der Ortsgeschichte wurde am 3. August 1645 geschrieben. In einer der verheerendsten Schlachten des 30-jährigen Krieges, die nur einen einzigen Tag dauerte, verloren 8000 Menschen ihr Leben: 3000 Gefallene hatte die bayerische Armee zu beklagen, 5000 Tote waren es beim Gegner. Die kaiserlichen Truppen unter dem bayerischen Feldmarschall Franz Freiherr von Mercy, der im Kampf von einer Musketenkugel tödlich getroffen wurde, erlitten gegen ein französisch-hessisches Heer unter Führung von General Turenne und Prinz Louis von Condé eine verheerende Niederlage. Militärisch aber war diese Schlacht ein Pyrrhussieg, der keine Entscheidung brachte und auch politisch nichts bewegen konnte. Alle Opfer waren vergeblich — die Probleme blieben ungelöst; die Entscheidung war erneut aufgeschoben. Aus diesem Grunde wird die Schlacht bei Alerheim in den Geschichtsbüchern kaum erwähnt, obwohl sie eine der blutigsten des Dreißigjährigen Krieges war. Das Dorf Alerheim aber war schwer verwüstet worden; soweit die Häuser noch standen, waren sie sehr stark beschädigt: die Dächer aufgerissen, in die Wände Schießscharten gebrochen. Die Sieger hielten sich noch wenige Tage auf und zogen dann nach Westen ab. Der Wiederaufbau des Dorfes war erst nach 70 Jahren beendet.

Das Schloss Alerheim


Auf einem Hügel südlich des Dorfes befand sich seit ältester Zeit eine Burg. Sie blieb wohl lange Zeit im Besitzes des Reiches ebenso wie der größte Teil Alerheims. Beweis dafür ist auch, dass Kaiser Friedrich II. seinen aufrührerischen Sohn, König Heinrich (VII.), im Jahre 1235 eine Zeit lang in der Burg Alerheim in Gewahrsam hielt, bevor er ihn schließlich als Gefangenen nach Apulien abführen ließ. Von 1363 bis zur Säkularisation war die Burg oettingisches Lehen von Eichstätt. Eine Ausnahme machte die Zeit von 1444 bis 1484: Die Reichsstadt Nördlingen war Eigentümer der Burg, dann wurde die Anlage an Baiern-Landshut verkauft. Mitte des 16. Jahrhunderts kam die Burg wieder zu Oettingen-Oettingen und ab 1731 zu Oettingen-Wallerstein. Im August 1634 wurde Schloss Alerheim beim Zug des kaiserlichen Heeres gegen die Stadt Nördlingen von den Soldaten eingenommen und in Brand gesteckt. Es sind nur noch Teile des Torbaues, der Mauerring und Grabenreste erhalten, welche die Größe der einstigen Burg erahnen lassen. Die Ruine erwarb im Jahre 1931 Friedrich Käufer, von dessen Erben kaufte sie Georg H. Appl im Jahre 1979, der den historischen Bestand renoviert und durch neue Bauten sinnvoll und harmonisch ergänzt hat.

Die Entwicklung nach dem Zweiten Weltkrieg
Die Bevölkerungszahl ist durch den Zuzug von Flüchtlingen und Heimatvertriebenen von 711 im Jahre 1939 auf 1095 im Jahre 1947 angewachsen.

Der Freistaat Bayern leitete in den 1970er Jahren die Landkreis- und Gemeindegebietsreform ein. Bereits zum 1. Januar 1972 erfolgte die freiwillige Eingemeindung von Wörnitzostheim, am 1. Januar 1978 kamen dann die Gemeinden Bühl i. Ries mit den Anhauserhöfen und mit der Neumühle sowie Rudelstetten zu Alerheim.

Am 31. Dezember 2003 zählte Alerheim 1685 Einwohner bei einer Gesamtfläche von 23,37 Quadratkilometern.

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